Geht es Ihnen manchmal so,
dass Sie bei uns im Büro anrufen und nicht durchkommen? Wir haben vier
Leitungen und sie sind oft alle besetzt. Gestern, zum Beispiel. Wir erhielten
einen Anruf einer Tierfreundin, die in der Nähe des Maishofener Pferdemarktes
wohnt und bei jeder Auktion und bei den Händlern Ausschau hält. Sie rief an und
bat um Hilfe für eine Eselin mit ihrem Fohlen, die bereits wieder trächtig ist,
in furchtbarem Zustand.
Michael Aufhauser sagte zu
und erhielt daraufhin, gut eine Stunde später, einen weiteren Anruf, es ginge
um ein Zirkuspferd… Dann zwei Ziegen… Dann zwei arme Ponys…
Spät am Abend traf dann der
Viehhändler ein und unsere Mitarbeiter staunten nicht schlecht, als die Rampe
des Hängers geöffnet wurde. In einem kleinen Anhänger standen die Tiere wie die
Kaninchen im Hut eines Zauberers. An sich müsste man in solchen Momenten
schimpfen, aber dann muss man begreifen, dass diese Tiere gerettet und nicht
auf Todestransporte oder zum Metzger geschickt wurden.
Was Viehhändler über unser
Tun denken, wird man nicht so leicht erfahren, aber erahnen kann man es, und es
ist auch nicht sehr wesentlich. Man muss manchmal etwas misstrauisch sein, wenn
sie über das Schicksal und die Herkunft der Tiere berichten. Mit gesteigertem
Leid steigt auch die Bereitschaft zu bezahlen – das wissen sie. Aber was dieser
Tierhändler erzählte, klang ganz plausibel. Im Folgenden die Geschichten der
Tiere, die in diesem vollgeladenen Hänger standen und deren Aufnahme nur
teilweise zugestimmt wurde. Natürlich haben wir keines der Tiere abgelehnt.
Ein Schafbock ohne Namen, ängstlich.
Bereitwillig erzählt der Tierhändler, dass ihn sein Besitzer auf den Markt
gebracht hat mit der Auflage, dass nach der Schlachtung die Hörner zu ihm
zurückkommen. Er habe sie jemandem versprochen, der traditionelle
Nikolausmasken (Krampusmasken) herstellt. Das hat etwas von den
Fuchsfarmen, auf denen sich Pelzliebhaberinnen ihren Pelz am lebendigen
Leib der Füchse zusammenstellen dürfen.
Drei Zwergziegen, ein Bock und zwei Weibchen.
Der Händler gibt vor, den früheren Besitzer zu kennen und weiß, dass diese
Ziegen im Sommer zum streicheln in einem großen Hotel angeschafft wurden.
Auch sie sind namenlos. Es ist ja auch unwichtig, denn ihre Bestimmung war
ihre Schlachtung. Bei genauerem Betrachten glauben wir, festgestellt zu
haben, dass die beiden Weibchen trächtig sind. Wir diskutieren darüber,
dass Fohlen, Ziegen, Häschen und Schafe in Hotel-Streichelzoos leben. Wir
sprechen auch darüber, ob es den Eltern der Kinder, die hier zum
streicheln aufgefordert werden, bewusst ist, dass die Darsteller des
Streichelzoos in vielen Fällen am Ende der Saison getötet werden.
Schließlich braucht man im kommenden Jahr wieder die süßen, niedlichen
Tierkinder.
Bei der Zirkusstute, die unerlaubterweise keine
Papiere und keinen Namen hat, prognostizierte der Händler „Dämpfigkeit“.
Kein Grund, sie nicht nach Italien zum Schlachten zu schicken. Schon
morgen tritt sie eine Reise in die Universitätsklinik an. Namenlos, wenn
sich nicht noch schnell ein Pate für sie findet, der ihr einen Namen gibt.
Es ist für uns leichter, Paten zu finden, die gleich nach der Rettung und
mit der Namensgebung eine Patenschaft übernehmen. Bitte helfen sie.
aktuell vom 6.11. Die Stute hat einen ersten Teilpaten gefunden.Sie heißt nun "Tiny". Vielen Dank für Ihre Unterstützung!Zwei Shetland-Ponys erklärt der Händler, sind
logischerweise zum Schlachten verkauft worden, weil der alte Mann, dem sie
gehörten, die Tierhaltung aufgegeben hat und ihm die Arbeit zuviel wurde.
Logisch? Ja, aber wenn der alte Mann sich um einen Platz bemüht hätte,
hätte er sicherlich einen gefunden. Der Ponyhengst ist unkastriert und die
Stute, die mit ihm zusammen war, wahrscheinlich trächtig. Beide werden dem
Tierarzt vorgeführt und dann wird ein Pferdepass ausgestellt. Auf welchen
Namen, das, liebe Mitglieder und Freunde von Aiderbichl, können Sie mitentscheiden,
wenn Sie eine Patenschaft für die beiden übernehmen. Neu vom 10.11.: Auch "Flipsy" ist nun nicht mehr namenlos. Wir danken unseren ersten PatenNeu vom 9.11.: "Timo" hat einen ersten Paten gefunden! Vielen Dank!
„Zwei große Ziegen, die kommen aus meinem Stall,
in dem kein Platz mehr ist“, erzählt uns der Händler. Sie sind trächtig.
Namenlose Vertreterinnen ihrer Rasse. Schon für 10,- € monatlich können Sie eine Teilpatenschaft für sie übernehmen.
Wie angekündigt ist die
Eselin mit ihrem Kind in verheerendem Zustand. Die Läuse laufen sichtbar beiden
über das Fell. Zum Vergleich ein Bild von unserer Eselin Tina und Donna Anna,
die auf Gut Aiderbichl geboren wurde.
Was der Tierhändler über sie erzählt, können wir erst gar nicht
glauben. Er hat die beiden von einem rumänischen Händler gekauft, mit dem er
öfter Esel handelt. Als er erzählt, dass die Eselmutterstute ihr Leben damit
verbrachte, an einem großen Rad im Kreis zu gehen, um Wasser an die Oberfläche
zu pumpen, meinte Michael Aufhauser, dass er diese Geschichte einfach nicht
glaubt. „Das kann ich beschwören und ich habe Bilder davon gesehen“, meint der
Händler. Was immer dieses Tier mitgemacht hat – es ging ihr und ihrem Kind
schlecht. Und ob das Fohlen, das sie trägt, gesund auf die Welt kommen wird,
ist noch fraglich. Am 9.11. hat "Maria" ihre erste Patin und Namensgeberin gefunden. Letzte
Meldung vom 5.11.08: Das Eselbaby hat Dank Ihrer Mithilfe, liebe
Aiderbichler, erste Teilpaten gefunden. Und so wurde auch der Name
vergeben. Das Eselbaby heißt von nun an "Tabea". Vielen Dank für Ihre
Mithilfe. Wir sind sicher, dass auch die anderen Neuankömmlinge schon
bald einen Namen haben.
Liebe Freunde und Mitglieder
von Gut Aiderbichl, wie Sie in unserer Rubrik „Letzte Neuigkeiten“ sehen
werden, sind die Tiere aus Maishofen nicht die einzigen Neuzugänge. Wir stellen
immer wieder neue Pfleger ein und bauen oder pachten neue Stallungen. Immer mit
dem Vorsatz, dass diese Tiere nicht weitervermittelt werden und ihr Leben lang
bei uns bleiben dürfen.
Gut Aiderbichl steht für
eine gute Haltung und wir erlauben es jedem, auch kritischen Menschen, unsere
Anlagen zu besuchen. Ohne unser Team, Martina Neureiter, Markus Leitner,
Magdalena Berkel, Bettina Garbrecht Nicole Götschel und unserem allzeit
bereiten Nachtwächter wäre es gestern Abend nicht möglich gewesen, den Tieren sofort zu
vermitteln, dass jetzt alles gut ist.
Wenn Sie mit einer kleinen
Teilpatenschaft einen Neuanfang für die Tiere machen könnten, die gestern bei uns gestrandet
sind, würden Sie all unseren Mitarbeitern eine große Freude machen. Vielen Dank!! Hier gelangen Sie zur Information über unsere Patenschaften |