Für
die Mitarbeiter von Gut Aiderbichl findet die Weihnachtsfeier traditionell
Mitte Januar statt. Aus einem leicht erklärbaren Grund. Mit Eintritten,
Geschenken und Gastronomie bestreiten wir gut ein Drittel der enormen Kosten
des Gutes in Henndorf bei Salzburg. Da ist weder Zeit zum Feiern und keiner von
uns wünscht sich, dass während des Weihnachtsmarktes das Gut alleine da liegt.
Aber
jetzt im Januar liegt Schnee, die Böden sind gefroren und der Schnee glitzert
in der Tagessonne. In der Regel sind es nicht mehr als 70 Besucher, die
momentan täglich das Gut aufsuchen. Genau die richtige Atmosphäre für Menschen,
die in aller Stille sehen und nachdenken möchten. Viele unserer älteren Pferde
haben wir mit warmen Decken versehen. Den riesigen Weihnachtsbaum, der noch vor
kurzem im Innenhof stand, haben wir in das Gehege von Hirsch Burli und seiner
Sophie gebracht. Burli spielt sich auf wie ein Großwaldbesitzer. Immerhin, auf
seinem Kopf spielt sich nun in Kürze etwas ganz Unheimliches ab: Er wird sein Geweih
abwerfen. Wie im letzten Jahr, wo er schon bei uns lebte. Dann wird man ihn
kaum von seiner Sophie unterscheiden können. Und weil es ihn kribbelt und
juckt, reibt er sein riesiges Geweih an den Ästen des Ex-Christbaumes.
Auch
auf Gut Aiderbichl Bayern ist die Ruhe eingekehrt. Fast täglich
kommen Neuaufnahmen geretteter Tiere zu uns. Das Gut gehört den
Tieren, ihren Pflegern
und die wenigen Gäste können sich so richtig wie zuhause fühlen.
Richtig
losgehen wird es erst wieder an Ostern. Wir freuen uns zwar darauf, aber
brauchen jetzt für Menschen und Tiere diese Zeit, den Alltag, um zu entspannen
uns ebenso am Glück der Tiere zu erfreuen, aber auch wieder neue Kraft zu
sammeln. |