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14 Esel dürfen weiterleben!
Sie sollten einfach sterben. Nun erfahren die Todgeweihten, was es heißt, wenn sich Menschen bei ihnen entschuldigen.

Gut Aiderbichl hat sich einen Namen gemacht, für Esel in Not. Ein großer Teil dieser Esel kommt aus Griechenland. Bei ihnen handelt es sich um ausgesetzte Tiere. Ihr Leben lang haben sie gearbeitet, schwere Olivenkörbe getragen. Als sie alt wurden, hat man sie vertrieben. Judy Quinn nahm viele von ihnen auf. In der letzten Woche kam wieder ein Transport mit 14 armen Eseln bei uns an.

 

 

Heimat für die Ungeliebten

 

Wenn man sich auf heimischen Pferdemärkten umschaut, entdeckt man oft Esel. Ihre Besitzer hatten nicht bedacht, dass sie ca. 50 Jahre alt werden können. Ihres Hobbys, sich einen Esel zu halten, wurden sie überdrüssig und haben sich dann bei einem Viehhändler gemeldet. Pferde, Ponys und Esel gibt es mehr als genug bei uns. Die Tiere, die keinen privaten Käufer finden, werden von meist italienischen Händlern gekauft. Immerhin, für die „echte Salami“ benötigt man Eselfleisch. Haben das die Menschen bedacht, die sie, womöglich gutgläubig, dem Händler überließen? Wahrscheinlich schon, denn so naiv kann niemand sein, dass er glauben könnte, dass bei so einem Überangebot, insbesondere ältere Tiere, durch den Handel einen Traumplatz finden würden. Von Kindern und Familien geliebte Esel werden auf diese Art und Weise über Nacht zu Vieh, das nur wegen seines Fleisches hin und her geschoben wird. Am Ende - einer der berüchtigten Akkordschlachthöfe im Süden Europas. Die bekanntlich hochsensiblen Tiere durchleben die Zeit des Handels und des Transportes, sowie ihre Schlachtung im vollen Bewusstsein, mit Angst und Trauer. 

  

 

Mit dieser Einleitung möchten wir klarstellen, dass Griechen nicht außergewöhnlich grausame Menschen sind. Die gibt es hier, wie dort. Doch die meisten Esel, die jetzt bei uns angekommen sind, erzählt Judy Quinn, ihre Retterin, wurden bewusst in ihrer Heimat zum Verhungern ausgesetzt. Das gibt es allerdings nicht nur in Griechenland. Früher war es vielleicht möglich, diese Tiere zu verstoßen und sie konnten sich irgendwie durchbringen. Da gab es auch noch nicht so viele Straßen und Zäune. Auch war der Zugang zu öffentlichem Wasser viel leichter.


                

Die Esel, die Gut Aiderbichl letzte Woche erreichten, stiegen aus einem Anhänger, der sonst teure Rennpferde transportiert. Wenigstens sollte den schwachen Tieren die weite Reise so erträglich wie möglich gemacht werden. Sie ließen demütig ihre Köpfe hängen und rechneten mit dem Schlimmsten. Altis, Etsi, Figari, ….. brauchten einige Tage, um zu begreifen, dass sie in das Paradies für Tiere gekommen sind. Wir haben sie geschoren und gegen Haarlinge behandelt und geben ihnen auch sonst unser Bestes. Es ist rührend, wie sie auf alles reagieren, was man ihnen gibt. An ihren Wunden können wir nur erahnen, wie man mit ihnen in ihrem harten Leben umgegangen ist.

 

Wenn sie Glück haben, könnten einige von ihnen trotz allem 50 Jahre alt werden. Mit dieser, unserer Aktion möchten wir wieder einmal darauf aufmerksam machen, dass kein Mensch mit Lebewesen, so wie mit diesen armen Eseln, verfahren darf. Wir haben in den vergangenen Jahren viele dieser Transporte gemacht. Sehr viele Menschen haben sich engagiert und teilgenommen. Auch Griechen, die in Österreich und Deutschland leben. Sie wurden zu Paten und haben uns ehrenamtlich bei unseren Rettungsaktionen begleitet. Bitte helfen sie uns!

     
   

                     Altai                                                      Batis                                            Douki

       
                     Etsi                                                   Figari                                               Kiriaki

      
                      Pasca                                                Sika                                                Sounia  

     
                     Yiorgia                                            Lefkimmi                                          Manolis


                  Skombi



   
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