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Kater Tigerle bekam Baby!
Diese und weitere Tiergeschichten halten uns in Atem.

Was wir aus den Vorgeschichten der geretteten Tiere erfahren

 

Besonders Neuzugänge und Geburten veranlassen uns immer wieder, über Einzelschicksale von Tieren zu berichten. Es sind jährlich viele hundert Tiere, die wir aufnehmen und die bis an ihr natürliches Lebensende bei uns bleiben werden.

 

Wir versuchen ganz wahrheitsgetreu zu erzählen. Wir reduzieren jedoch gewissermaßen unser eigenes Entsetzen, das wir empfinden, wenn wir dem Tierleid ganz nahe kommen. Wir müssen unsere Nerven in den unglaublichsten Momenten behalten und können unseren Gefühlen keinen freien Lauf lassen. Im Sinne der Tiere und zukünftiger Rettungen dürfen wir nichts Unüberlegtes sagen und berichten – schließlich geht es nicht um die Darstellung unserer Gefühle, sondern um die Rettung eines Lebewesens in Not.

 

Tief durchatmen und logisch denken, in Momenten, in denen es uns am schwersten fällt. Unsere Wegbegleiter haben sich daran gewöhnt, automatisch zwischen den Zeilen zu lesen.

 

 

Ein Wunder: Kater Tigerle bekam ein Baby

 

Im Herbst 2008 hatte sich eine Tierklinik an uns gewandt. Die Mitarbeiter dort baten uns, einen verunfallten Kater, der in der Zwischenzeit operiert wurde, aufzunehmen. Niemand hatte sich nach ihm erkundigt. 

 

Tigerle gab uns schnell zu verstehen, dass es sich bei ihm um einen Freiläufer handelt, und er nicht gewillt ist, wie eine Hauskatze, die meiste Zeit in der komfortablen Katzen“villa“ zu verbringen. Weglaufen wollte er aber auch nicht. Er genoss seine Freiheit und wurde im Katzenfilm unserer Weihnachtssendung zu einer Art Fernsehstar. Auf Bäumen balancierend, in seinem Lieblingsversteck, einem alten Steinbackofen und im Spiel mit den Katzendamen. Ein richtiger Casanova, hatten wir gedacht. Die Tierpflegerinnen  waren so davon überzeugt, dass er einem gewissen Image gerecht wird, dass sie ihn dort in Ruhe ließen, dort, wo man sehen könnte, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Schließlich kam er ja von einer großen Klinik und es war stark anzunehmen, dass er dort kastriert wurde. Wie in vielen anderen Fällen auch.

 

Jetzt, vor einer Woche, setzten Wehen ein. Am Dienstag mussten wir den Tierarzt rufen, denn im Ausgang von Tigerle steckte ein Katzenbaby. Er konnte diesem kleinen und dem darauffolgenden Kätzchen nicht mehr helfen. Aber dann kam gesund und neugierig der oder die kleine Cherie. Festlegen möchten wir uns hier im Büro vorerst nicht. Und aus Kater Tigerle wurde eine fürsorgliche Katzenmama.

 

Besuchen Sie die Beiden auf Gut Aiderbichl in Deggendorf und

vielleicht wird auch der eine oder andere Pate von Cherie. 



 

Nilpferd endlich unter der Haube?

 

Vor einigen Jahren informierte uns die Aiderbichlerin Angelika, dass es in Unterfranken eine Kuh gibt, die nichts lieber hat, als im nahegelegenen Main baden zu gehen. Weil sie aber nicht trächtig wurde, sollte sie zum Schlachter. Wir nahmen „Nilpferd“, wie sie der Bauer getauft hatte, bei uns in Deggendorf auf. Schon nach kurzer Zeit versuchte sie sich als Ehebrecherin, indem sie sich zwischen die beiden Rinder Max und seine Annelie stellte. Und so ging es dann immer weiter mit ihr. Sie ist sehr lebensfroh und nicht gerade monogam, weshalb wir auch nicht mehr über sie berichtet haben. Kaum hatte sie einen neuen Freund, fiel ihr Blick bereits auf das nächste „Objekt der Begierde“.  Sie kam als unkonventionelle Lebenskünstlerin zu uns und ist es einfach geblieben.

 

Nun gibt es wirklich Top-News von ihr. Zu ihrem Partner hat sie Schweinchen Pong ausgewählt. Und das schon vor einiger Zeit. Das zeugt von einer neuen Beständigkeit. Grund genug für uns, über unser geliebtes Nilpferd zu berichten.

 

Besuchen Sie das junge Glück auf Gut Aiderbichl in Deggendorf.




Die schönste Zeit für Burli: Das Bad in der Menge

 

Wir alle wissen, dass ein über 30-Ender der König von Gut Aiderbichl in Henndorf ist: HIRSCH BURLI. Vor zwei Jahren musste er seine Herde wegen der Gefahr der Inzucht verlassen. Burli lebte in einem großen Gehege. Trophäenjäger interessierten sich für den Hirsch mit dem außergewöhnlichen Prachtgeweih. Wir kamen ihnen zuvor.

 

Ein Hirsch verliert einmal pro Jahr sein Geweih. Das war bei Burli im Februar. Danach entwickelt sich ganz langsam, binnen 140 Tagen, ein so genanntes Bastgeweih. Fein durchblutet und samtig. Bald hat er mit dieser Entwicklung abgeschlossen, dann streift er den „Bast“ ab und darunter befindet sich ein nicht ungefährliches Geweih, das er, wenn er in Freiheit leben würde, zur Brunftzeit dringend benötigt. Dort geht es nämlich um die Rangverteilung und darum, wer der Platzhirsch wird.

 

Dass Burli nicht erschossen wurde liegt aber auch daran, dass er Menschen liebt. Für  Besucher öffnen wir zurzeit ab und zu das Tor zu seinem Gatter. Er empfängt dann, gemeinsam mit seiner Partnerin, der Hirschkuh Sophie, die so geliebten Menschen. Sie dürfen ihm ganz nahe kommen, ihn streicheln und ganz vorsichtig sein mittlerweile wieder großes Geweih berühren. Wer da einmal dabei war, kann sich nicht vorstellen, dass eine Trophäe an der Wand schöner sein soll.

 

Besuchen Sie Burli und Sophie und erleben Sie eine

außergewöhnliche Begegnung auf Gut Aiderbichl in Henndorf. 



 

Von der Nähe zu unseren Tieren

 

Unsere größten Sorgenkinder sind derzeit die neu eingetroffenen Esel aus Korfu. Einigen von ihnen geht es schlecht. Auch Figari ist in der Zwischenzeit von uns gegangen. Sie sind allesamt in einem ganz traurigen, bedauernswerten Zustand. Täglich kommen vier bis fünf Mal die besten Tierärzte, die uns bekannt sind, zu ihnen. Sie werden mit Antibiotika versorgt und bekommen mehrere Male am Tag wichtige Immunstoffe infundiert. Wir sind Tag und Nacht bei ihnen.

 


Uns fehlt die Zeit, dass wir tagtäglich über das berichten können, was wir erleben. Diese und die vielen anderen Geschichten und Erlebnisse sollen dazu beitragen, dass Sie Leid und Freud mit uns erleben können. Insbesondere die vielen Menschen, die Aiderbichler sind. 

   
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