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Kantors Krankheit
Kantor wurde in der LMU diagnostiziert. Er hat einen Bandscheibenvorfall.


Es ist jetzt schon drei Jahre her, da zog der Schäferhund Kantor bei mir zu Hause ein, ein dominanter Rüde, den eine Tierfreundin in Ungarn in einem Haus gefunden hatte. Sein Besitzer war am Tag zuvor gestorben. Kantor hatte kein Herrchen mehr und war alleine.

Damals war es mir unmöglich, ihn in meine existierende Hundegruppe zu integrieren. Wir fanden aber einen ehemaligen Hundeführer, der ihn zu sich nahm. Er war enttäuscht weil Kantor auf den Hinterläufen schwach war und an langen Ausflügen nicht wirklich teilnehmen konnte. Als der örtliche Tierarzt, den er mit Kantor aufgesucht hatte, mir dann am Telefon erklärte, dass es besser sei, Kantor aufgrund seines Leidens an den Hinterläufen einzuschläfern, holte ich ihn endgültig zu mir nach Salzburg. Schon nach kurzer Zeit ging es ihm besser. Zwar wurde er nie zu einem Mitlaufhund, aber lebensfroher hätte er nicht sein können. Auch mit den anderen Hunden kommt er blendend aus.

 


Die Angst um Kantor


Es begann in den letzten Wochen. Kantor, lebenslustig und glücklich, bewegte plötzlich die Hinterbeine wieder ziemlich schlecht. Zuerst dachten wir, es handle sich einfach um Überforderung beim Spielen. Also hielten wir ihn ruhiger.  Ich holte den Tierarzt, der mir erklärte, dass es sich nicht um die Hüftkrankheit der Schäferhunde handle, sondern um ein Problem der Nerven in der Wirbelsäule. Es gäbe eine 20%-ige Chance, wenn man ihn mit Cortison behandelt. Dann könne es sich bessern.

 


vom Kopf her ist er völlig klar


Das war vor einigen Tagen. Ich glaube, wie auch seine Betreuer, eine kleine Besserung zu bemerken. Ab und zu stellt er die Beine wieder unter und steht auf ihnen ganz normal. Den Bereich, in dem er sich am liebsten aufhält, haben wir mit einem Spezialbelag ausgestattet.

 

Kantor duldet keine Behandlungsmaßnahmen, auch von mir nicht. Allein die Verabreichung der Cortisonspritzen verlangte größtes Geschick vom Tierarzt und ein raffiniertes Ablenkungsmanöver meinerseits.

 

Unsere beratende Professorin, Ulrike Matis von der Universitätsklinik München, will ihn sich in Ruhe noch einmal ansehen. Allerdings hat sie einen Satz ausgesprochen, den ich fürchte, weil sie ihn immer dann sagt, wenn sie nicht viel Hoffnung hat: „Lesen Sie ihm jeden Wunsch von den Augen ab!“

 

Das habe ich Kantor und seinen vielen Paten versprochen. Heute morgen saß er vor meinem Auto, und wir starteten zu einer Autofahrt durch Salzburg, gemeinsam mit seiner Lieblingshündin Lucy. Wir hielten einige Male an, und es gab Köstlichkeiten, die es sonst nicht so oft gibt.

 



Kantor gehört zu den Hunden, denen es gegeben ist, die Herzen vieler Menschen zu erreichen. Deshalb berichte ich Ihnen heute von seiner Verfassung.  Vielleicht weiß der Eine oder Andere einen guten Rat.

 

Kantor hat einen Bandscheibenvorfall!


Herzlichen Dank für die unzähligen Ratschläge und Hilfen von den Aiderbichlern. Gestern, Dienstag, wurde ein CT von Kantor gemacht. In Narkose selbstverständlich. Die Ärzte und die Professorin wissen, dass Kantor eine 24 Stunden Betreuung hat. Alle Vorkehrungen zuhause wurden für Ihn getroffen. Sie meinten, dass in diesem Fall eine gute Lebensqualität ausschlaggebend sei für die Empfehlung die sie mir machten. Würde man Kantor an der Wirbelsäule operieren, würde das mit monatelangen Schmerzen verbunden sein. Diese könnte man ihm nicht nehmen oder erklären. Der Erfolg einer solchen Operation ist nicht gesichert. Derzeit hat er keine Schmerzen, weil er sich gerade dort entlasstet wo er schmerzen entwickeln würde. Weiterhin würde ich mich freuen, wenn jemand Erfahrungswerte oder einen Rat geben könnte.

 

    

 

 

   
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