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Abschied von Mucky Noch lange bevor der erste Spatenstich auf Gut Aiderbichl in Henndorf gemacht wurde, kaufte Michael Aufhauser die Grauvieh-Kuh Mucky, und ersparte ihr den Gang zum Metzger. Das war 1998. Heute ist sie von uns gegangen. Die erste Aiderbichler Kuh ist von uns gegangenAbschied von Mucky Noch
lange bevor der erste Spatenstich auf Gut Aiderbichl in Henndorf
gemacht wurde, kaufte Michael Aufhauser die Grauvieh-Kuh Mucky, und
ersparte ihr den Gang zum Metzger. Das war 1998. Heute ist sie von uns
gegangen. Ein Abschied in Würde - Mucky
1998
besuchte Michael Aufhauser, auf Empfehlung, einen Bauernhof, um sich
dort Eier von freilebenden Legehennen zu kaufen. Im Gespräch mit dem
Bauern stellte sich heraus, dass am darauffolgenden Tag eine Kuh zum
Schlachter sollte. Sie sei 17 Jahre alt und habe 15 Kälber geboren.
Jetzt könne sie nicht mehr. Michael Aufhauser wollte helfen und kaufte
Mucky. Vorerst blieb sie bei ihrem Bauern - gegen Kost und Logis. Dann,
im Dezember 2000, durfte sie auf Gut Aiderbichl in Henndorf Einzug
halten. Bekanntlich blieb sie nicht lange alleine, denn 2001 öffneten
wir die Tore für viele Rinder, die sich in Lebensgefahr befanden. Mucky
war die erste und galt bis vor zwei Jahren als die Leitkuh der Herde von
Henndorf. Dann wurde sie einfach älter und zog sich immer mehr zurück.
Sie stellte klar, dass sie kein Interesse mehr am "Management" der
anderen hatte. Der Einzige, der sie glücklich und zufrieden machte, war
Garfield, der Ex-Zirkus-Stier. Neben ihn legte sie sich abends ins Stroh
und tagsüber machte sie ihre Rundgänge mit Garfield über das Gut. Vor
einer Woche hatte sie Probleme mit dem Aufstehen. Schon seit einiger
Zeit zeigte sie Anzeichen einer Ataxie (Störung der
Bewegungskoordination). Immer wieder hoben wir sie mit Gurten auf und
die besten Tierärzte betreuten sie. Ihre Zeit war abgelaufen und als sie
heute Morgen im Stroh lag, deutete ein Knirschen mit den Zähnen darauf
hin, dass die Schmerzmittel nicht mehr anschlugen. Michael Aufhauser und
Dieter Ehrengruber trafen ein und besprachen sich mit den Pflegern und
Dr. Manfred Arnezeder, der Mucky seit der Gründung von Gut Aiderbichl
gut kannte. Gemeinsam beschlossen sie mit den Pflegern, ihr einen
unnötigen Leidensweg zu ersparen. Den Einstich der Betäubungsspritze
merkte Mucky gar nicht. Langsam legte sie ihren Kopf in ihr Stroh- und
Heubett ab. Dann richtete sie ihren Kopf noch einmal auf und es war so,
als könnte sie sprechen. Sie bedankte sich bei uns und schlief friedlich
ein.
Mucky als Leit-Kuh. Ihr Liebling war Garfield. Mit ihrer Anwesenheit
konnten wir unseren Besuchern aus ihrem Leben erzählen. Dass sie ihrer
Mutter gleich nach der Geburt weggenommen wurde und dass sie über 10
Jahre angebunden in Reih und Glied mit anderen stand. Auch dass das
große Opfer, das alle Milchkühe bringen, von Menschen nicht wirklich
honoriert wird. Sonst würden nicht 30 % aller Milchprodukte unkonsumiert
weggeworfen werden. Und vieles mehr. Auch wir danken Mucky, der
vielleicht ältesten Kuh der Welt.
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